Geschichte hautnah: Klassen 10a und 9b besuchen das Dokumentationszentrum Schwerin

28. Januar 2026
Am Dienstag tauschten die Klassen 10a und 9b das Klassenzimmer gegen einen Ort ein, der wie kaum ein anderer in Schwerin für die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte steht: das Dokumentationszentrum für die Opfer der Diktaturen.
Ein Ort mit bewegter Vergangenheit
Das Gebäude am Demmlerplatz diente nacheinander der Justiz im Nationalsozialismus, der sowjetischen Geheimpolizei und später der Stasi als Untersuchungshaftanstalt. Für unsere Zehntklässler bot der Besuch die Chance, die im Geschichtsunterricht behandelten Themen – von der NS-Zeit bis zur DDR-Diktatur – direkt vor Ort nachzuvollziehen.
Eindrücke, die unter die Haut gehen
Während der Führung durch die ehemaligen Zellentrakte wurde es merklich still. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den engen Zellen. Die rekonstruierten Hafträume vermittelten ein beklemmendes Gefühl für den Alltag der Gefangenen.
Persönlichen Schicksalen: Anhand von Biografien erfuhren wir, wie schnell Menschen aufgrund ihrer politischen Meinung ins Visier der Geheimdienste gerieten.
Dem Freihof: Die Vorstellung, dass dies für viele Inhaftierte der einzige Ort für kurze Zeit an der frischen Luft war, ließ niemanden kalt.
Warum solche Exkursionen wichtig sind
Der Besuch verdeutlichte allen Beteiligten, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Das Dokumentationszentrum ist nicht nur ein Museum, sondern ein Mahnmal, das uns daran erinnert, wie wichtig Zivilcourage und Wachsamkeit auch heute noch sind.